1X12 / 3X12 XTZ Subwoofer Test- / Erfahrungsberichte + FAQ

@highendmicha sagte in 1X12 / 3X12 XTZ Subwoofer Test- / Erfahrungsberichte + FAQ:

Falls du ihn wirklich lackieren möchtest, müsstest du die Endstufe und das Chassis ausbauen.
Inwiefern das mit der Garantie dann aber noch hin haut, kann ich dir nicht sagen.
Da er aber Geometrisch sehr schön ist, dürfte das für einen Lackierer kein Problem darstellen.
Das eigentliche Lackieren zumindest.
Finde dies auch nochmal einen schönen Anstoß für XTZ selber.
Klar die Cinema Serie wurde mit den klaren Vorgaben geschaffen für das dedizierte Heimkino zu sein, aber wie viele Hausbesitzer haben denn heut zu Tage noch den Platz für ein reines Heimkino???
Meiner Meinung nach nicht mehr sehr viele. Eher im Gegenteil. Viele Hausbesitzer haben dafür ein offenes großes WZ. Meistens mit Essbereich etc. Daher fände ich die Überlegung nicht schlecht wenn man als genaues Gegenteil ein Anti Reflektions weiß als Standard Farbe mit aufnehmen würde. Das würde denke ich die nachfrage erheblich steigern für die komplette Cinema Serie!!!
So wie es bereits die S2 vorgemacht haben.
Diese kommen ja auch noch zu mir und ebenfalls in der Farbe weiß.

ja den Treiber und die Endstufe würde ich natürlich vorher ausbauen ;-)
Vielleicht kann Berti oder Jens ja mal etwas dazu schreiben wie es dann mit der Garantie ausschaut.

Finde es ebenfalls sehr schade, dass es die Serie nicht in weiß gibt.
Scheinbar bin ich ja auch nicht der einzige der den Sub gerne auch im Wohnzimmer zeigen möchte.

Lg

bo

Hallo zusammen,

aktuell ist keine weiße Version des SUB 1X12 geplant, da es den SUB 12.17 in weiß gibt, welcher eine gute Alternative zum weißen 1X12 darstellt. Die Cinema-Serie hat ihren Hauptanwendungszweck eben im Heimkino und dort ist eine möglichst geringe Lichtreflexion gefragt.

Wer möchte, kann seinen SUB 1X12 jedoch selbst lackieren lassen. Die Garantie auf Chassis und Endstufe bleiben dabei erhalten, sofern beide Teile vor dem Lackieren ordnungsgemäß ausgebaut und anschließend wieder korrekt eingebaut und angeschlossen werden.
Sollten wir bei einer etwaigen späteren Reparatur feststellen, dass der Schaden durch die Umlackierung entstanden ist (z.B. falscher Anschluss des Chassis oder Schaden durch den Lack am Chassis oder der Endstufe), dann entfällt leider der Garantieanspruch.

Viele Grüße
Berti

Im eingebauten Zustand kann man eh nicht vernünftig lackieren, dass würde dann im Kantenbereich mit der Zeit abblättern / ablösen. Demnach ist der Ausbau auf jeden Fall Pflicht wenn man es vernünftig haben will. Wenn die Garantie bei XTZ dann noch gegeben ist, spricht ja nichts dagegen, soweit ich weiß wird das nicht immer so kundenfreundlich gehandhabt.

Muss jetzt mal eine kleine Lobeshymne bezüglich des 1×12 anstimmen.....,bin über die Subs 10.17/12.17 nun endlich angekommen.
Er beschallt nun mein Wohnzimmer nun so wie ich es mir immer erträumt habe....Der 12.17er war auch schon ausreichend.
Bei gewissen Referenzszenen ist aber jetzt dieses gewisse Etwas nun noch spürbarer....Bei Terminator 4 (Tankstellenszene) musste ich tatsächlich den Boden abtasten ob das Laminat nicht mitschwingt,der Sub ist jedoch entkoppelt durch Schockabsorber und der Körperschall über die Luft ist einfach gigantisch.
Durch meinen L-förmigen Raum und 4.5 m hohe Decken (giebelförmig) brauche ich eine adäquate Tiefbassquelle....die ist nun vorhanden.
Erstaunlich für mich....Der 1×12 spielt im Stereobetrieb viel straffer und sauberer als der 12.17....eindeutig.
Ich trenne aufgrund einer Raummode bei 80hz relativ hoch....Er wirkt jedoch nicht überzogen und dominant,
im Film Betrieb wird er jedoch zum Monster.
Mehr braucht "Mensch" nicht.....
Liebe Grüsse und einen schönen Urlaub an alle XTZ-Fans!!!

Hi Manu,

schön das jetzt alles passt. Schreib doch mal wie du ihn betreibst (geschlossen / offen) ? Hast du keine Möglichkeit 2 Subs zu stellen ? Womit wird das System / Sub korrigiert ? 80 Hz finde ich persönlich nicht relativ hoch getrennt, dass ist für mich eine Trennung mit der man auch Stereomusik super hören kann, noch höher wird wegen der Ortung etwas problematisch wenn die Subs nicht in der Nähe der Frontlautsprecher stehen, 90 Hz geht bei mir so gerade noch ohne das man z.B. tiefe Männerstimmen Richtung Subs leicht orten kann. Ich würde dir, wenn du Stereo auch mit Sub hörst zu einem zweiten Subwoofer raten, der dann halbwegs auf einer Linie mit den Frontlautsprechern steht, entweder dazwischen oder außen. Hast du mal ein paar Messungen gemacht wegen der Mode und allgemein um das Bestmögliche aus dem System raus zu holen ?

Gruß

Da der 3x12 jetzt seit fünf Monaten bei mir im Einsatz ist, möchte ich meine Eindrücke und Erfahrungen mit Euch teilen.
Wer allerdings den Subwoofer sprichwörtlich "in höchsten Tönen lobt" und absolut nichts darüber kommen lassen möchte, der sollte sich überlegen meinen Beitrag lieber doch nicht zu lesen. Was das angeht möchte ich niemandem zu Nahe treten und will daher auf zwei Dinge aufmerksam machen:

  1. Aufstellungsort
    Bislang steht der Subwoofer ausschließlich in meinem Freizeitraum. Inwiefern sich diese Umgebung positiv oder negativ auf die akustische Wiedergabe auswirkt ist relativ schwer abzuschätzen. Es sei auf jeden Fall erwähnt, dass der Subwoofer bei mir nun mal ganz anders klingen mag, als in anderen Räumen. Alleine schon aus diesem Grund könnte meine Bewertung alles andere als maßgeblich sein.
  2. Individuelles Gehör
    Was genau ist guter Klang? Leider gibt es dafür keine Norm oder Patentrezept. Die Wahrnehmung von Tönen unterscheidet sich von Mensch zu Mensch teilweise erheblich. Von Größe und Form der Ohrmuschel bis hin zum Trommelfell kann die biologische Ausprägung von Person zu Person unterschiedlich sein. Als ob das nicht schon genug wäre, kommt dann noch der persönliche Geschmack eines jeden Menschen hinzu.

Doch nun genug der Vorworte.

Tag 1: Anlieferung / Aufstellung / erste Hörprobe

Das neue Zuhause des 3x12 sollte wie gesagt mein Freizeitraum sein. Da ich mich dort aber nur abends aufhalte und tagsüber in der Arbeit bin war es mir besonders wichtig, dass der Anlieferungs-Zeitpunkt abgesprochen wird. Laut XTZ-Deutschland war das kein Problem, da der Fahrer vorher anruft um einen Anlieferungs-Termin zu vereinbaren. Aus meiner Erfahrung mit Speditionen heraus bin ich allerdings lieber auf Nummer Sicher gegangen und habe mir extra Urlaub genommen um bei der Anlieferung auf jeden Fall vor Ort zu sein. Tatsächlich habe ich dann einen Anruf vom Fahrer bekommen der mir dann lediglich ankündigte gleich vor Ort zu sein.
Nochmal gut gegangen.
Immerhin war der Fahrer so nett und hat die Palette (mittels Warenaufzug) in den dritten Stock direkt vor meine Türe gefahren. Als ich den Karton anschließend in den Freizeitraum schieben wollte dann der erste Schreck:
Im Karton war ein ca. 5cm großes Loch, die dünne Schaumfolie die den Lautsprecher umgibt war beschädigt
und das Lautsprechergehäuse hatte wohl auch etwas abbekommen.
Nach einer Weile dachte ich mir "Was soll's!" und habe den 3x12 an die Stelle befördert an der bislang mein alter Woofer stand. Mir ist ja sowieso eher wichtig wie er klingt und nicht wie er aussieht! :)

Gain Justierung
Entgegen aller Ungeduld habe ich den Gainregler erst mal auf Minimum gestellt um ihn danach stückweise hochzudrehen bis ein gleichmäßiger Pegel aller Lautsprecher erreicht ist. Um die Lautstärke des Subwoofers besser an die übrigen Lautsprecher anpassen zu können, hatte ich mich zunächst dazu entschieden Musik einzulegen. Als ich dann den ersten Hörtest startete hätte ich nicht einmal sagen können, ob der XTZ überhaupt eingeschaltet war.
Also den Gainregler gleich auf -6db und dann auf -3db erhöht. Jetzt war der Bass zwar da, aber die Bassfülle war noch deutlich zu schwach. Erste Befürchtungen machten sich breit, dass der 3x12 von der Lautstärke her den anderen Lautsprechern die ich in meinem Raum habe nicht mal ansatzweise das Wasser reichen würde.
Dazu sollte gesagt sein, dass es sich bei den anderen Lautsprechern um PA-Lautsprecher der Marke Yamaha handelt. Jeder einzelne hat eine maximale Lautstärke von 134db (Herstellerangabe), vier Stück sind über Stahlseile von der Decke abgehangen (Front+Rear) und einer steht auf dem Boden (Center). Die Yamaha Lautsprecher sind alle auf Gain 0 eingestellt.
Was blieb mir also anderes übrig, als den Gainregler am XTZ weiter aufzudrehen (+3db). Daraus wurden dann am Ende +6db, damit der XTZ mit den Yamahas auf einem Level war. Nach dem Hören von einigen Musikstücken war ich noch nicht wirklich warm geworden. Das konnte zumindest mein alter Yamaha Woofer besser.

Filmakustik
Jurassic World eingelegt. Filmszene von 0:57-1:01.
Als der Kopf des großen Dinos der Gyroskop-Kugel näher kommt, gibt er ein tiefes Grummen von sich. Zum allerersten Mal hatte ich Angst, dass der Dinosaurier mich angreifen könnte... Dann knallt ein anderer Dinosaurier seinen gepanzerten Schwanz in die Gyroskop-Kugel. Wumm.
Also Tiefbass kann er, der 3x12. Dabei explodiert er geradezu förmlich.
Auch die Schlusszene, in der sich die beiden großen Dinos ein Duell liefern. Diese Art von Bass kannte ich von meinem Yamaha schlichtweg nicht! Es war für mich wirklich eine große Herausforderung nicht allzu laut zu machen, da der 3x12 ja noch eingespielt werden musste. Tatsächlich bin ich immer wieder vom Sofa aufgestanden um den Membran Hub zu kontrollieren. Dabei war ich überrascht, wie wenig die Membran arbeiten musste während spürbarer Tiefbass zu vernehmen war.
Nach einigen Film-Szenen hatte ich den Gainregler wieder auf ca. +1,5db Gain heruntergedreht.
Damit waren auch meine Befürchtungen, dass der XTZ 3x12 bei weitem nicht mit den Yamaha Lautsprechern mithalten könnte beiseite gelegt.

Die Defizite beim Musik hören sind scheinbar auf die klanglich schlechtere MP3 Kompression zurück zu führen.
Dadurch sinkt der Pegel in den untersten Frequenzen und gerade diese Frequenzen kann der 3x12 wohl besonders beeindruckend wiedergeben.

Am selben Tag noch kam auch mein Dj-Freund dazu um sich den 3x12 anzuhören. Mir war klar, dass er nur schwer zufrieden zu stellen war. Schließlich hatte er mal mit seiner Car-Hifi Anlage bei einer Bass-Messung den ersten Platz auf einer Competition aufgestellt. Also verschiedene Sachen durchgehört bis hin zu den Jurassic World Szenen. Völlig neutral sagte er dann: "So! Jetzt klingt es wie im Kino.... Aber wir wollen ja besser als Kino!". Er fügte hinzu: "Schalt mal den Yamaha mit ein!" (Damit meinte er meinen alten Woofer)
Obwohl sich das für mich nach einem akustischen No-Go anhörte, dachte ich mir was soll's. Der Yamaha Woofer stand ja eh direkt daneben.
Also angeschlossen und... Tatsache! Zum Tiefbass kam dann noch ein knackiger Punch dazu. Obwohl ich das Gefühl hatte, dass der Tiefbass dann weniger präsent war und auch die Details darunter litten hat das Komplett-Paket besser gestimmt.

Einige Tage später....

Garantiefall?
Die Tage darauf habe ich dann versucht den Sound irgendwie zu verbessern und mal an der Phasenverschiebung gespielt oder auch die Aufstellungsorte der Woofer gewechselt. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl der 3x12 gibt kaum noch etwas von sich. Seltsam war, dass sich die Membranen bewegt hatten, aber ich habe einfach kaum mehr Bass gehört, oder gefühlt. Daraufhin habe ich mal die Anleitung zur Hand genommen und die Tipps zur Fehlersuche durchgeführt. Es heißt darin, dass ein Testton auf dem Lautsprecher abgespielt werden soll und dieser dann eben auch zu hören sein soll - Nur dummerweise war der Ton kaum merklich zu vernehmen. Und das obwohl sich die Membran bewegt hat!!!
Da ich in Gedanken sowieso schon so weit war, dass die Spulen des 3x12 wohl einen Treffer haben müssten
habe ich auch mal gewagt den Pegel etwas weiter als sonst zu erhöhen. Die Membranen haben dann auch gut 2cm Hub gehabt, was ja eigentlich schon viel ist. Dabei waren es aber mehr Flattergeräusche die produziert wurden, als ein deutlich hörbarer Bass.
Daraufhin musste ich mich erst mal setzen.
In der Verzweiflung habe ich dann nochmal die Konfiguration am Receiver kontrolliert. Viel gibt es da leider nicht zu konfigurieren, da dem Yamaha Receiver einfach das Bass-Management fehlt. Als ich den 3x12 im Menü abgeschaltet hatte, kam dann die Überraschung: Der Bass war wieder da!!! Nach einigen Gedenksekunden wurde mir klar, dass ich wohl den perfekten Aufstellungsort der Woofer gefunden hatte, damit sich der Bass nahezu auslöscht. :laughing: Also den 3x12 wieder angeworfen (Bass weg) und den Yamaha ausgeschaltet (Bass wieder da) und es war die Bestätigung. Nicht mal mein bester Freund hatte mir geglaubt, als ich ihm das erzählt hatte. Ich musste es ihm erst vorführen bis er dann völlig erstaunt zugeben musste, dass so etwas in diesem Ausmaß überhaupt möglich ist.

Optimieren ist die Quintessenz guten Klangs
Aus klanglicher Sicht ist es zumeist alles andere als Optimal zwei verschiedene Membranen auf ihrem gesamten Frequenzband parallel zu betreiben. Sowas macht kein mir bekannter Lautsprecher-Hersteller. Das würde ich normalerweise auch nicht machen, nur leider fehlt mir das nötige Bassmanagement um beide Woofer ordentlich voneinander zu trennen. Der XTZ 3x12 hat zwar einen TPF (Tiefpass-Filter), jedoch nehme ich dabei deutliche Klangeinbußen wahr. Zudem fehlt mir der HPF (Hochpass-Filter) beim Yamaha Woofer, was sehr wichtig wäre um das ganze besser Abstimmen zu können. Also bleibt der TPF bei mir aus und es wird nur die Phase selbst und dir Aufstellungsort der Lautsprecher verändert.
Schlussendlich konnte ich damit den Klang nochmals enorm verbessern und sehe mich hiermit am Ende der mir möglichen Optimierungsmöglichkeiten. Jedenfalls ohne weiteres Geld Investieren zu müssen... Das noch zu Anfang vorhandene Problem, dass der Tiefbass schwächer wurde wenn beide Woofer parallel liefen, ist jetzt durch die Einstellung der Phase und der Aufstellungsorte kaum noch wahrnehmbar.
Was die beiden Woofer im Verbund jetzt leisten, ist jeden Penny wert!
Anmerkung: Im Verlauf der Hörtests war mir aufgefallen, dass der Basspegel sehr ungleichmäßig im Raum verlief. Durch eine Drehung des 3x12 um ca. 70 Grad konnte jedoch eine deutlich bessere "Ausleuchtung" des Raumes erzielt werden.

Lautsprecher Management System
Sowohl zum Schutz des Subwoofers vor Überlastung per LImiter/Kompressor, als auch zur Trennung
der wiedergegebenen Frequenzen zum "nächstgrößeren" Bass-Lautsprecher steht für mich der Sinn eines LMS (Lautsprecher Management Systems) außer Frage. Besonders die Einstellung eines TPF für den 3x12 und eines HPF für den Woofer der den nächsthöheren Frequenzbereich übernimmt würden enorm viel bringen. Dadurch wäre eine starke Entlastung der einzelnen Lautsprecher möglich, weil das jeweils abgebildete Frequenzband kleiner wird. Und dieses wiederum führt zu einer nicht nur gefühlten höheren Maximal-Lautstärke, da jeder einzelne Treiber mehr von dem tut was er am besten kann. Außerdem wird das Klangbild (bei korrekter Konfiguration des LMS) verbessert.
Die Wiedergabe einer Frequenz von zwei verschiedenen Lautsprechern führt (in den meisten Fällen)
zu einem unsauberen und schwammigen Klangbild. Das wäre wie eine Leinwand gleichzeitig mit zwei unterschiedlichen Beamern zu bestrahlen. Zwar wird die Bild-Helligkeit gesteigert, aber durch die unterschiedlichen Eigenschaften der zwei Beamer wird es immer auch negative Auswirkungen auf das Bild geben. (Eventuell Unschärfe durch unterschiedliche Pixelabstände, verschwommenere Bildübergänge durch abweichende Latenzen, etc...)
Beim Lautsprecher gibt es vergleichbare negativen Auswirkungen im Parallel Betrieb. Allerdings haben die Anwendung von TPF und HPF auch negative Auswirkungen. (immer!!!) Bei falscher Anwendung sind diese Auswirkungen sogar fataler, als die verschiedenen Lautsprecher parallel laufen zu lassen. Grundsätzlich kommt es beim Filtern von Frequenzen immer zu Phasenverschiebungen (außer bei FIR), Latenzen und Klangverlust.
Daher ist es ganz besonders wichtig BEIDE voneinander zu trennende Lautsprecher mit größtmöglicher Sorgfalt einzustellen. Die Auswahl des richtigen Filters (Butterworth, etc...), der Flankensteilheit, der Trennfrequenzen und gegebenenfalls einer zusätzlichen Phasenverschiebung spielen eine große Rolle und ist nicht mal eben so auf die schnelle Perfekt hinzubekommen.
Wenn jedoch alles passt, wird man mit tollem Klang belohnt.
Für mich stellt sich nicht die Frage, ob ich ein LMS brauche sondern welches LMS am besten geeignet ist! In meinem Fall bin ich mir noch nicht schlüssig. Eventuell ein DBX PA2? Oder ein Xilica XD-8080? Oder doch was ganz anderes?
Mal sehen...

Maximaler Lautstärkepegel
Von XTZ wird die Einspieldauer mit 50-100 Stunden angegeben. Richtig Gas gegeben habe ich daher erst nach zwei bis drei Wochen. Meine Anfangsbefürchtungen, der 3x12 könnte mit meinen Yamahas bei weitem nicht mithalten, wurden Gott sei dank nicht bestätigt. Trotzdem wird dem 3x12 in meiner Umgebung alles abverlangt, was mir kein gutes Gefühl in diesem Punkt gibt. Zum einen lässt bei maximaler Last der Klang nach und auf der anderen Seite habe ich dann immer die Angst im Hinterkopf, dass der Subwoofer irgendwann hops geht.
Klanglich ist der 3x12 die perfekte Ergänzung zu meiner Sound Anlage! Das steht außer Frage! Daher bin ich gewillt die fehlende Leistung mit dem Kauf eines zweiten 3x12 auszugleichen. Den Anschaffungspreis ist das auf jeden Fall Wert, denn dafür gibt es kellertiefe saubere Bässe auf hohem Lautstärke Niveau. Ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass der 3x12 so nahe an die extreme Lautstärke meiner Yamahas herankommt.
Einziger Negativpunkt in Sachen Maximalpegel ist die fehlende elektronische Schutzvorrichtung, die die Treiber vor Überlastung schützt. Ansonsten gibt's nichts zu meckern. Bei hohen Lautstärken fangen schon mal die Hosenbeine zu flattern an...

Mein Fazit

Der XTZ 3x12 ist ein wahres Tiefbassmonster. Während in mittleren/höheren Bassfrequenzen (ab ca. 50 bis 60 Hertz) noch die Impulsivität und Klangtreue fehlt, zeigt der Subwoofer mit abnehmender Frequenz was er wirklich kann:
Absolut trockener und pegelgewaltiger Tiefgang.
Das ermöglicht zum Beispiel ein Erdbeben 1:1 nachzubilden.
Letzten Endes war es genau das, was mir noch in meiner Anlage gefehlt hatte und das obwohl mein bisheriger Woofer bereits ein sehr ordentliches Bass-Fundament ablieferte. Nur kam da ab 40 bis 30 Hertz runterwärts nicht mehr viel raus. Sowohl vom Pegel her, als auch Klanglich. Und genau in diesem Bereich zeigt der 3x12 was er wirklich zu leisten vermag. Je tiefer die Frequenz, desto beeindruckender wird die Präzision in Verbindung mit sehr hoher Pegelleistung.
Über das gesamte Frequenzband hinweg ist das Klangbild jedoch eher weicher únd zurückhaltender Natur.
Gerade beim Hören von Musik fällt auf, dass Details und Konturen ab ca. 50 bis 60 Hertz aufwärts zunehmend verloren gehen. Zwar handelt es sich hier um einen Cinema-Woofer, aber die Präzision in diesem Frequenzbereich ist auch beim Filme schauen sehr wichtig.
Bei mir konnte das Problem jedoch gut gelöst werden, indem ich einen zweiten Woofer dazu geschaltet habe der besonders bei 50-100 Hertz seine Stärken zeigt und außerhalb dieses Bereichs eher unscheinbar wirkt.
Zusammen mit dem XTZ 3x12 ergibt sich ein beeindruckendes Klangbild. Der Tiefbass, der vom 3x12 beigesteuert wird, ist auf jeden Fall eine große Bereicherung für meine Anlage und das obwohl bereits ein großer Woofer vorhanden war. Aber es war nunmal kein Subwoofer, sondern "nur" ein Woofer.

Reaktionen aus meinem Freundeskreis

Ein Freund von mir, der schon fünf-stellige Beträge in sein Musikstudio investiert hat, war so vom Tiefgang des 3x12 begeistert, dass er sich einige Monate später einen XTZ 12.17 bestellt hat. Bei diesem Subwoofer hat XTZ auch wieder einen sehr guten Job gemacht und aufgrund von Gehäuse und Reflexrohr(en) eine bessere Abstimmung für Musikwiedergabe ermöglicht. Trotzdem bleibt auch der 12.17 ein Subwoofer, der seine Stärken mehr in der Tief(st)tonwiedergabe zeigt. Auch mein Freund hat sich dazu entschieden einen zweiten Woofer parallel laufen zu lassen. Dadurch wirkt das Klangbild viel ausgeglichener und wird jetzt bis in die untersten Frequenzen sehr gut abgebildet.

Ihr könnt es mir glauben oder nicht, aber einer der großen Dancefloor Stars aus den 90ern war bei mir
mehrmals zu Besuch und er kommentierte meine Anlage bevor ich den XTZ 3x12 hatte folgendermaßen:
"I never heard such a clear and crispy sound with that loudness! And i heard a lot of systems..."
(Ich habe noch nie so einen klaren und krossen Klang mit so einer Lautheit gehört! Und ich habe schon viele Systeme gehört...)
Als ich dann den 3x12 hatte, haben wir direkt über seinen Laptop einige Musikproduktionen in Top-Qualtität angehört. Da waren wir alle Baff und die Freudestrahlen waren uns allen in's Gesicht geschrieben!
Zunächst war keiner von uns im Stande die richtigen Worte zu finden.
Einige Zeit Später genau genommen auch nicht.

Ein anderes Mal als zwei Freunde zu Besuch da waren, haben wir zusammen eine Reihe von Dodge Demon Werbevideos auf Youtube (Tiefbass-Empfehlung!) angeschaut und merkten, dass der Spassfaktor mit dem XTZ 3x12 ein ganz neuer war. Für 2 Minuten hatte mein bester Freund dann zwischenzeitlich das Zimmer verlassen (und die Tür hinter sich geschlossen), während weitere der Demon Videos liefen.
Als er zurück kam kommentierte er den Bass wie folgt:
"Auf dem Gang denkst Du da würde ein Düsenjet in Deinem Zimmer landen!"
Zur Avatar Baumszene, die wir auch bereits ansahen bevor der 3x12 da war, sagte er nach neuer Begutachtung:
"Wenn die Eingeborenen anfangen wegzulaufen, hast Du jetzt auch das Bedürfnis weglaufen zu müssen!"

Der Klang den meine Anlage jetzt hat wurde von einer Reihe von Leuten auch so beschrieben, dass ich das hier nicht wiedergeben möchte. Ich gebe auch zu, dass es schwierig ist diese Erfahrung mit vornehmen Worten zu beschreiben. Besonders wenn es das erste Mal ist, so was in der Art überhaupt zu hören. Das ist auch einer der Gründe, warum ich mit meinem Beitrag eine Weile gewartet habe. Mittlerweile kann ich den XTZ 3x12 ohne überkochende Emotionen beschreiben.

Film-Referenzszenen

Als allerletzten Punkt möchte ich Euch Einblick in meine Liste von Lieblings Filmszenen gewähren:
Avatar - Aufbruch nach Pandora (1:38-1:45)
Star Wars - Die dunkle Bedrohung (0:59-1:09)
Jurassic World (0:57-1:01)
Avengers - Age of Ultron (0:52-0:59)
Battleship (0:40-0:49)
Iron Man 2 (0:30-0:37)
Iron Man 3 (0:34-0:40)
Tron Legacy (0:23-0:26)
Krieg der Welten (0:20-0:26)
Mad Max - Fury Road (0:19-0:30)
Star Trek - Into Darkness (0:00-0:11)
Transformers 4 - Ära des Untergangs (0:00-0:03/0:51-0:54/1:16-1:24)

Ich hoffe, dass mein Bericht nicht zu langweilig geschrieben ist und sich niemand auf die Füße getreten fühlt. Allerdings musste ich das mal los werden, da es mich interessiert inwieweit Ihr der selben Meinung wie ich seid, oder vielleicht auch Tipps für mich parat habt....

Sehr schöner Bericht zu dem 3x12.
Ich habe vor runde 2 Jahre den 3x12 beim elektriker gehört und war schon angetan von den Bums den der liefert. Unglaublich wie die ganze Terasse vor dem Haus zum mitschwingen angeregt wurde.
Eine Steigerung wird es kaum noch geben, oder du schaust dir das hier an https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1090011634364505.1073741836.1082057118493290&type=3
Der Elodis Subwoofer wird ab und an für wenig Kohle beim Audio-Markt.de Angeboten.

Bru

Danke für dein Lob und den Tipp, die Marke Elodis kannte ich noch nicht.

Sieht sehr interessant aus, besonders im Bereich unter 20Hz scheint der Pegel tatsächlich um einiges höher als beim 3x12 zu sein. Wenn ich mir die Verarbeitung und die Wahl der Komponenten so anschaue, dann vermute ich mal dass der Klang auf sehr hohem Niveau ist. Allerdings hat das ganze auch einen stolzen Preis, was ja nichts über das Preis-/Leistungsverhältnis aussagt. Wenn ich das nötige Kleingeld hätte, würde ich glatt nach Österreich runter fahren um mir den SUB-VB21 anzuhören und zu kaufen. Den Audio-Markt behalte ich mal im Auge. Falls da was sagen wir mal für 4000 Euro zu haben ist, dann schaue/höre ich mir die Sache näher an... :):thumbsup:

@cinefreak
Danke für Deinen tollen Bericht über den 3x12, was ich nicht bestätigen kann ist das der Subwoofer über 60Hz quasi nicht so geeigent für Musik ist, OK ich hab keine PA-Speaker zu Hause, die sollten aber wohl ganz anderen Anforderungen dienen wie normale Hifi-Speaker, daher hinkt der Vergleich ein bischen, nun gut seih es so bei Dir, trotzdem toller Bericht, viel Spass mit dem 3x12!

@submann
Danke! Und Du hast vollkommen Recht. Einen Hifi-Speaker mit einem PA-Speaker zu vergleichen ist wie ein Vergleich mit Apfel und Birne. Der eine Lautsprecher soll besonders hohe Lautstärken bringen um ein großes Publikum zu erfreuen und der andere Lautsprecher soll möglichste hohe Klang-Performance bieten um die Ohren zu verwöhnen. Bei beiden Lautsprechergattungen gibt es allerdings auch Modelle bei denen ein Kompromiss eingegangen wird. Besonders bei PA-Speakern, denn was bringt einem die größtmögliche Lautstärke, wenn es sich scheußlich anhört.

Ich glaube dir gerne, dass bei Dir die Musikwiedergabe im gesamten Bassbereich sehr gut klingt.
Wie ich bereits im Vorfeld geschrieben hatte, kommt es ja auch auf die Räumlichkeiten an. Und ich gebe gerne zu, dass ich den Aufstellungsort des 3x12 bewusst so gewählt habe um den maximalen Tiefbass heraus zu holen, der mir bis dahin immer gefehlt hat. In Bezug darauf betreibe ich den Subwoofer offen, was sich ja nicht nur auf die Lautstärke sondern auch auf Klang und Frequenzverlauf auswirkt.
Ob jetzt beim Musik- oder Film-hören Defizite im Bassbereich auftreten, hängt schlussendlich auch davon ab wie weit die Fullrange bzw. Top-Speaker in den Bassbereich runter gehen. Auf jeden Fall geht bei meinen Top-Speakers bis 80Hertz so langsam aber sicher die Puste aus. Hört man zwar noch, aber ist klanglich und auch vom Druck her nicht mehr ganz zufriedenstellend. Und bei mir ist es dann auch so, dass sich ein leicht hörbares "Bassloch" auf tut. Ist jetzt nich so, dass man damit keine Musik mehr hören kann, aber es geht eben doch noch etwas besser durch das zuschalten des zweiten Woofers der ja seitens Yamaha speziell auf die Top-Teile abgestimmt wurde. Und was dann noch erschwerend hinzu kommt ist, dass der Yamaha Woofer im Bereich zwischen 50 und 80 Hertz klanglich wirklich sehr gut rüber kommt.

Summe summarum kann es also sein, dass bei Dir Einstellung des Subwoofers (offen/geschlossen?), der Aufstellungsort des 3x12 und die Räumlichkeit günstiger für den Klang im Frequenzbereich ab 60Hertz sind und/oder Du die passenderen Top-Speaker zum 3x12 hast!
Außerdem: Über Geschmack lässt sich ja bekanntlichermaßen nicht streiten!
Aber falls Du mal planen solltest nach Nürnberg zu kommen, bist Du gerne eingeladen den Klang in meinem Freizeitkino zu Begutachten! :):thumbsup:

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