12.17 in eine Stereoanlage einbinden

Hallo zusammen,

ich möchte meine 2-Kanal Stereoanlage mit einem XTZ 12.17 erweitern. Als Stereofan lege ich wert auf einen gut aufgelösten Klang, höre Vinyl, oder Losless-Music von einem MBP mittels DAC. Mit dem 12.17 möchte ich den Tief- und Kickbassbereich verstärken, ohne den vorhandenen Klangcharakter zu verwässern, was aktuell mittels Bassregler am VV passiert. Ich höre deshalb zu 99% in Neutralstellung.

Z.B. gibt es in Anne Clarks "Sleeper in Metropolis" einen wunderbar anmachenden Kickbass, der sich bei Zimmerlautstärke harmlos anhört, aber erahnen lässt, was geht (Auf der Tanzfläche schon erlebt). Da fehlt es mir dann an satter Härte, wenn ich den Hahn aufdrehe, Den Bassregler in den Plusbereich zu stellen, hilft nicht. Im Gegenteil, es klingt überdämpft und weicher.

Jetzt habe ich Hoffnung mit dem 12.17 Abhilfe schaffen zu können. Wie binde ich ihn vernünftig in meine vorhandene Anlage ein.

Hier die Fakten:

  • Raumgröße: ca. 7 x 3,50 m
  • Vorverstärker: Luxman C-03
  • Endstufe: Burmester 956
  • Standboxen: Isophon Vieta

Der Sitzplatz ist mittig an der langen Wand, die Anlage steht auf der anderen Seite, das gleichschenkelige Dreieck beträgt 2,7 m.

Ich gehe mal davon aus, den 12.17 per Chinch L+R mit dem zweiten Pre-Out des VV verbinden zu müssen?
Wie gehe ich weiter vor, um aus dem 12.17 in diesem Raum das optimale rauszuholen? Stellplatz, Einstellungen, etc.
Da ich keine Möglichkeit sehe, die Standlautsprecher mit einer Trennfrequenz zu entlasten, würden die Bässe ja parallel auf den Standlautsprechern und dem 12.17 ausgegeben. Macht das Sinn?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr Licht in meine Wissenslücken bringen könntet, damit ich handeln kann :-)

Danke im Voraus,
monduc

Ich habe den Titel Anne Clark Sleeper in Metropolis zur Probe bei mir mit und ohne Subwoofer getestet.
Der Titel selbst iss ja von 1984,da war das Mastering selbst noch nicht so hochwertig wie heute. Dem ganzen Titel fehlt es an Transparenz und Bassanteil.Ich musste meinen Klipsch auf +10db stellen damit überhaupt irgendwas zu hören iss am Bassanteil. Wenn du in der Disco warst,dann hatten die bestimmt diverse Subwoofer am laufen um den Kickbass voranzu treiben,wie Druckkammer Subwoofer usw.
Ich selbst komme aus dem PA Bereich wo man Druck gewöhnt ist, zuHause klingt es dann steril nüchtern.
Deine Anlage iss schon toll,aber die Art von Music iss dafür nicht wirklich geeignet.
2x 12.17 würden neben deinen Isophon Vieta bei dir einen ganz weichen runden Sound Zaubern.
Du kannst den 12.17 mit XLR durchschleifen für 2x. Berti weiss da Abhilfe.

Bru

@Brummel Hi Bru,

ich höre die LP Version und erhoffe mir, dass da noch was zu holen ist, aber ich weiß, was du meinst.

Die 12.17 kann man doch so stopfen, dass der Kickbass gefördert wird, z.B. EQ1/EQ2 und beide Stopfen einsetzen. Der Luxman C03 hat leider kein XLR, nur die B956.

Sehe ich das richtig, dass die Vieta auch den vollen Frequenzgang fahren muss? Gibt es da keine gegenseitigen Bass- Auslöschungen?

Gruß, monduc

NACHTRAG: Ich frage mich sowieso, was mit "Einmessen" gemeint ist und "Antimode", etc. Was passiert da und stellt sich da selbst was ein?

Mit deiner Anlage hörst du Music wie durch eine Lupe, absolute präzise und genau.
Den 12.17 kannst du genau deiner Umgebung anpassen. Mit Stopfen oder ohne, da wird sich nixx auslöschen neben deiner Isophon. Irgendwo solltest du in deiner Kette einen Chinch Ausgang haben für den 12.17,für einen 2. Subwoofer kannste den per XLR durchschleifen. Einmessen würde ich da garnixx, sondern nur dem Gehör selbst folgen. Der 12.17 iss sehr Flexibel in seine Einstellungen und Anpassungen.
Ein Antimode eleminiert die Raumnoden,wenn es z,B irgendwo dröhnt, lohnt nicht für dich.
Was hörst du für Music, sind die Devine Alpha nixx für dich?

Bru

Der VV hat einen Pre-Out "B", den würde ich nutzen und den Sub erstmal zwischen Vieta und Rack plazieren., dann liegen auch nirgends Kabel im Weg.

Neue Boxen müssen nicht sein ;-) Musik höre ich nach Stimmung. Da passt von Al Green über Jazz, Singer Songwriter, Trip Hop, bis Zappa noch viel rein :-)

Ich kann den Sub ja zurücksenden, ein Versuch ist es wert. Ich warte mal noch morgen auf andere Aussagen.

Gute Nacht, monduc.

Mutig zu sagen, dass eine Einmessung nichts bringen würde. Ich persönlich konnte speziell beim Subwoofer noch nie darauf verzichten, auch nicht mit einstellbaren XTZ Subs. Z.B. eine 15 dB Mode von z.B. 40 - 50 Hz bekommst du auch nicht mit den Einstellungen des Subs alleine weg. Aber zuerst mal ohne Einmessung probieren (Einstellungen, Aufstellungen) und dann über ein Zusatzgerät wie z.B. Antimode oder miniDSP usw. nachdenken. Gerade im Bassbereich unterhalb ca. 150 Hz macht der Raum größtenteils die Musik. Ich würde heute generell nicht mehr ohne Einmessung hören wollen, dass gilt auch für die komplette Korrektur der Lautsprecher also Fullrange. Ich stelle mir lieber eine mittelmäßige Anlage ins Zimmer mit guter Korrektur als eine highend Anlage ohne Korrektur, zweites könnte man mit einem Porsche für die Innenstadt vergleichen. Liegt natürlich immer auch am Raum mit der gesamten Akustik und Aufstellungen, Sitzposition. Es mag Fälle geben, bei denen eine gute Korrektur wie z.B. Dirac Live auch keine größeren Vorteile mehr bringen kann, weil die Bedingungen einfach schon nahezu ideal sind. Das Absenken der positiven Moden und bei Bedarf Anheben der Senken sowie die Verbesserung der Impulsantwort bringt in 99 % aller Fälle immer Vorteile, die man am Ende dann auch deutlich hört.

Hi Volker,

ich habe gestern noch kurz auf YT Antimode gegoogelt, worum es sich dabei handelt, ich habe bisher von sowas noch nie gehört. Es wird auch mein erster Sub.

Das Fullrangeteil kostet ja um die 880 Euro. Ich würde es mit Rückgabegarantie wohl auch testen, wenn ich denn schon den Sub 12.17 bestellen könnte, haha. Leider ist der in mattweiß vor Ende Januar nicht lieferbar. Die zweite Frage ist, ob ich einen zweiten 12.17 brauche und um wieviel besser das klingt. 2x 12.17 plus Antimode 2.0 Dual Core sind schon eine preisliche Hausnummer ;-) Mein Budget lag irgendwo bei 500 - 700, max 1000 Euro.

Besten Gruß,
monduc

Moin.

Wie oben beschrieben, läuft mein Sub 12.17 auf Kanal B L&R meines Zweikanal-Vorverstärkers.
Auf A laufen die Standboxen.

Selbst auf +3 baut der Sub keinen wirklichen Druck auf, außer ich reiße die komplette Musik so laut auf, dass das ganze Viertel mithört. Im Grunde fehlt ein Fader, wie im Auto, wo man von A und B getrennt die Lautstärke regeln kann.

Hat jemand eine Idee, wie ich die Standlautsprecher von der Lautstärke getrennt runter drehen kann?
Gibt es gute Zweikanalvorverstärker mit Fader, oder vlt. gute 2.1 Vorverstärker, wo der Sub getrennt behandelt werden kann?

Gruß, Duke Bones.

Hallo,

dreh den Subwoofer einfach auf +6dB oder Maximum. Der Lautstärkeregler regelt nur den Verstärkungsfaktor des Eingangssignals und sagt nichts über die maximale Leistungsfähigkeit aus und ist auch kein Problem für den SUB 12.17.

Hi,

er steht auf Maximum, in dem Falle +3, wie oben erwähnt. Bei mancher Musik würde ich den Sub aber gerne mehr Tiefbass schieben lassen. Man meint, er wäre gar nicht eingeschaltet, so marginal ist seine Unterstützung. Dafür suche ich eine Lösung. Phase etc, ist alles eingestellt.

Hallo,

die "Max Einstellung" des Volumereglers (Rechtsanschlag) am SUB 12.17 entspricht +12dB.

Gruß Jens

Hallo.
Danke Jens. Schade, dass nicht +18db möglich sind. Gibt es eine andere Lösung?

Gruß, DB

Hallo,

die Idee beim SUB 12.17 ist, dass 0dB etwa der Lautstärke der anderen Lautsprecher entspricht. (Je nach Wirkungsgrad der Lautsprecher etc, kann das etwas abweichen.) Bei +12dB ist der Subwoofer schon mehr als doppelt so Laut eingestellt. Das Problem bei dir ist, dass deine Ausgangsspannung am Receiver sehr gering ist und der Subwoofer somit ein sehr schwaches Signal bekommt. Bei uns im Showroom steht der Subwoofer normalerweise zwischen -3dB und 0dB, sodass noch viel Luft nach oben ist.

Du könntest als erste Verbesserung ein Y-Kabel nutzen. Dies würde den Pegel nochmals um +3dB anheben.

Welche Einstellungen hast du für die einzelnen Regler und die Bassreflexrohre am Subwoofer vorgenommen?

Gruß Jens

"Der Sitzplatz ist mittig an der langen Wand, die Anlage steht auf der anderen Seite, das gleichschenkelige Dreieck beträgt 2,7 m."...

Auslöschung durch 1. Längsmode. Da kannst Du aufdrehen, wie Du willst. An der Rückwand müsste es schon dröhnen ohne Ende.

Andy, an welcher Rückwand meinst du? Couch-, oder Anlagenseite?
Die Anlagenseitenwand ist auf jeden Fall oft bassiger, als am Hörplatz, stimmt.
Wie wäre deine Lösung? 1. Längsmoden?

Jens, der Reciever ist ein Luxman C-03 Vorverstärker aus den 1980ern, nix schlechtes, aber du magst recht haben, kenne da keine Signalwerte..
Wierum soll ich das Y-Kabel denn anschließen? Wo käme der einzelne Chinch dran?

Eingestellt habe ich z.B. die Phase auf 80 Hz mit linken Rohr offen und so ermittelt in welcher Stellung des Phasenreglers es am bassigsten Klang, Das ist jetzt Anschlag links.
Ansonsten nach allem durchschalten Ref. und zwischen 40-60 Hz, ändere das ab und an.
Hab länger geschlossen gehört, dann mal links, oder rechts offen, momentan komplett offen mit 0db.
Aber den richtigen Schub, ohne die gesamte Musik total laut zu stellen, erreiche ich absolut nicht.

Sitzplatz bei halber Raumlänge ist immer eine fette Auslöschung vom Bass. Bessere Sitzplätze sind bei 2/5 oder 3/5 Raumlänge. Noch besser ist, den Hörplatz um 90Grad zu drehen und quer zu hören. Einziger Weg für guten Bass in der Raummitte ist ein DBA.

DBA = Double Bass Array? Also einen zweiten 12.17?

Den Sub zuerst am Hörplatz zu platzieren und dann im Raum probieren, wo der Bass am besten klingt und da den Sub hinstellen, soll ja auch ein ein Lösung sein. Leider habe ich so ein langes Chinchkabel nicht glaube ich.

Du meinst, also Boxen so stellen, dass sie die Länge des Raumes nutzen?
Dafür ist mein Raum nicht geeignet. Zu viele Türen, oder alles andere im Weg.

Hallo,

@duke-bones sagte in 12.17 in eine Stereoanlage einbinden:

Den Sub zuerst am Hörplatz zu platzieren und dann im Raum probieren, wo der Bass am besten klingt und da den Sub hinstellen, soll ja auch ein ein Lösung sein. Leider habe ich so ein langes Chinchkabel nicht glaube ich.

Dieses Vorgehen bietet eine gute Orientierung für die passende Position des Subwoofers. Wenn du allerdings in einem Bassloch sitzt, ist es praktisch unmöglich an dieser Position einen guten Bass zu gestalten.

Um herauszufinden ob nur die Hörposition "schlecht gewählt" ist, solltest du dich während der Wiedergabe durch den Raum bewegen (auch z.B. einmal in die Hocke gehen). Wenn es andere Positionen im Raum gibt, bei denen der Bass deutlich stärker ausgeprägt ist, sitzt du in einem Bassloch.

@duke-bones sagte in 12.17 in eine Stereoanlage einbinden:

Wierum soll ich das Y-Kabel denn anschließen? Wo käme der einzelne Chinch dran?

Den einzelnen Anschluss an den Receiver und die beiden Anschlüsse an den Subwoofer.

@duke-bones sagte in 12.17 in eine Stereoanlage einbinden:

Eingestellt habe ich z.B. die Phase auf 80 Hz mit linken Rohr offen und so ermittelt in welcher Stellung des Phasenreglers es am bassigsten Klang, Das ist jetzt Anschlag links.
Ansonsten nach allem durchschalten Ref. und zwischen 40-60 Hz, ändere das ab und an.
Hab länger geschlossen gehört, dann mal links, oder rechts offen, momentan komplett offen mit 0db.
Aber den richtigen Schub, ohne die gesamte Musik total laut zu stellen, erreiche ich absolut nicht.

Stell einmal versuchsweise folgendes ein:

Low-Pass-Schalter: off
Crossover: 100 - 120Hz
Phase: 0
EQ: EQ2
Bassreflexrohre: beide offen
Volume: +6dB bis +12dB

Gruß Jens

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